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6 gute Gründe um seinem Kind die Mitgliedschaft in einem Verein nicht zu verweigern



Seit meiner ersten Klasse bis zum heutigem Tag bin ich Mitglied bei einem Sportverein.

Meistens als aktiver Spieler, ab und zu aber als Inaktiver (Verletzungen bleiben nunmal nicht aus…).

Ich höre in der letzten Zeit immer wieder, dass Eltern Kindern den Beitritt zB. in ein Fussballverein nicht gewähren.

„Kostet doch nur wertvolle Lernzeit!“

Nun ja, liebe Eltern… da gebe ich euch völlig Recht. Eine aktive Mitgliedschaft im Verein kostet in der Tat einiges an Zeit. Doch neben dem Verletzungsrisiko und den Mehrkosten für den Mitgliedsbeitrag + Sportausrüstung vergesst ihr einige Vorteile die ich euch jetzt mal auflisten werde.

1. Man lernt neue Freunde kennen:

Besser als sein Kind ins Zimmer zu stecken und das lernen zu erzwingen:

Sie schon vorzeitig in der Gesellschaft integrieren.

Ihnen gewähren, Freunde zu gewinnen. Eine Mitgliedschaft in einem Teamsportverein (Fussball, Hockey, Volleyball, whatever…) kann Freunde fürs Leben herausbringen. Man muss sich ja zumindest in den „Extremfällen“ gegen den „Feind“ zusammentun.

2. Für Ausländer: Man lernt die Sprache schneller.

Ich kam mit 8 Jahren in die Schweiz, konnte kein deutsch und hatte keine Kollegen. Einem Fussballverein trat ich aber trotzdem bei. Die Folge war, dass ich die Sprache viel schneller beherrschte als mit simplem Unterricht. Ich wurde ja „gezwungen“ mich auf deutsch mit den Schulkollegen zu verständigen. Natürlich gilt dies für Teams, in denen Ausländer nicht in der Mehrzahl sind.

3. Man bleibt fit!

Immer mehr junge Kinder sind fett.

Sorry, anders kann’s ich nicht sagen.

Diese Kinder sind meistens so schwergewichtig weil die Eltern keine Zeit mehr haben, Ihnen richtiges Essen auf den Tisch zu stellen und die Kinder einfach nur den ganzen Tag vor der Playstation hocken.

Die vielgenannte Ausrede der Gene (sehr oft sind auch die Eltern übergewichtig) sollte keine Ausrede sein. Natürlich sind die Kinder fett wenn sie den gleichen Scheiss essen wie ihre ebenfalls fetten Eltern.

Ok, ich esse auch ab und zu Fast Food und spiele äusserst gerne an der Konsole. Aber verdammt, nichts geht über ein echtes Fussballspiel!

Man schwitzt und regt den Kreislauf an. Wie oft habe ich mich vor einem Spiel todmüde gefühlt und danach wie neugeboren?

4. Man lernt mit Druck umzugehen

Ich war, bevor ich einige Verantwortungen in einem Fussballteam übernahm, eine sehr nervöse Person. Die einfachsten Sachen, wie zB. eine Matheklausur, konnten mich schon zu einem halben Herzinfarkt bringen.

Durch Extremsituationen im Sport (erstes Mal in der Startelf, unbedingt gewinnen um Meister zu werden/nicht abzusteigen, usw…) konnte ich lernen, mit Druck einfach umzugehen. Ich habe mir keine Sorgen über die Leute um mich und über den Ausgang des Spiels gemacht. Ich habe einfach mein bestes gegeben.

So etwas kann ich zum Glück auch in anderen Sektoren in meinem Leben umsetzen. Obwohl ich manchmal vielleicht Äusserlich der Nervöse bin, bin ich innerlich ein ruhigerer Mensch geworden.

5. Der sportliche Erfolg

Wie fühlt es sich für ein Kind an, wenn er nicht nur in der Schule gut abschneidet, sondern auch sportlich was zu zeigen hat?

Ich habe meinen ersten Pokal mit 7 Jahren in den Händen gehalten. Und verdammt, wie ich mich stolz fühlte! Es war bei einem regionalem Marathonwettbewerb.

Ich startete schlecht und fiel zurück.

Dennoch: Die Stimme meiner Mutter tönte im Kopf: „Nicht aufgeben! Nicht aufgeben!“ und ich gab mein bestes. Zumindest hat’s für eine Aufholjagd gereicht bei der ich auch ältere hinter mich liess…

6. Vorteile im Berufsleben

Bei einer späteren Bewerbung werden die Vereinsmitgliedschaften bestimmt auch nicht schlecht angeschaut. Sportliche Menschen sind öfters gesund. Und man stellt doch gerne gesunde, seltener kranke Leute ein, nicht?

In meinem Fall wurde die Mitgliedschaft beim Fc Vaduz, einem schweizer zweitligisten, bei den Bewerbungen sehr gerne betrachtet.

Résumé

All dies sind sehr plausible Gründe um ihr Kind mal einige Stunden in der Woche von Büchern wegzulassen.

Den Fall des „Supersportlers“ habe ich bewusst weg gelassen. Immerhin wird nicht jedes Kind später seine Brötchen mit Sport verdienen.

 

Ein Kommentar

  1. Da bin ich wieder mal ganz deiner Meinung. Auch ich habe in einem Turnverein eine Menge gelernt.

    – Disziplin
    – Teamfähigkeit
    – Sozialkompezenzen sammeln

    Genau diese Punkte sind fürs Berufsleben zwingend, je nach Job mehr oder weniger. Auch jetzt noch bin ich in einem Verein und leite mit. Auch dies ist en sehr wertvoller Job, denn man lernt Verantwortung zu übernehmen und diese auch richtig einzusetzten…

    Posted 15. Jul 2007 at 18:36

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