Von Zürich, Dj Antoine und Co.

Wie ihr ja bereits schon wisst, war ich gestern mit Kollegen in Zürich anwesend um zu feiern.

Man konnte für 30 Franken Pauschalpreis in 10 verschiedenen Clubs abtanzen.

Leider spielte das Wetter nicht gerade mit – es war saukalt und es hat, besonders in der Nacht, wie aus Kübeln geregnet.

Angefangen hat die Nacht bei einer Sendung Electroradio, danach ging’s weiter ins Stadtinnere wo wir mit dem Tram in die Nähe des Club-Q kamen.

Leider war das Q schon um 11 Uhr Abends recht überfüllt und wir entschlossen uns, ins Rohstofflager zu gehen, wo Dj Antoine auflegen sollte (was für uns aber nicht gerade Grund zu Freude war).

Im Rohstofflager angekommen, konnten wir nach etwa 10 Minuten Wartezeit eintreten.

Fredy und Roger gönnten sich erstmal einen Imbiss und ich sah mich um – eigentlich war da zur Zeit noch keine grössere Stimmung.

Die Musik war aber gut und die DJ’s gaben sich Mühe um das Partyvolk anzuheizen.

Wir sassen auf einem Balkon über der Tanzfläche in einem Sofa und haben’s uns gutgehen lassen bis…

Ja, Antoinovic bzw. Dj Antoine fing an aufzulegen. Mehr als Stirnrunzeln kann dieser Typ bei mir einfach nicht herausbringen.

Ok, jetzt Ironiemodus an:

Super Antoine war auf der Bühne, liess sich vom Dj den Super Track vorbereiten und klatschte perfekt zum Rythmus der Musik, während er sich mit unwichtigen Leuten ablichten liess. Sobald er anfing aufzulegen war auch der Super RobyRob da, der anscheinend als Dollarzeichen verkleidet war. Antoine machte super interessante Übergänge, die niemand bisher gehört hatte. Zum Beispiel schafft er es die Menge zu beigeistern indem er einfach die eine Platte runterfährt und RobyRob was brabbeln lässt. Danach kommt einfach Platte 2 wieder hoch. Bombastischer DJ!!! Das könnte nicht mal ich!!"

So, ich glaube, wer ein bisschen Grips hat, wird wohl begriffen  haben, wie miserabel der Typ auflegt. Wenn man sowas überhaupt auflegen nennen darf.

Bei dem Typen wird man als Musikliebender von vorne bis hinten verarscht:

  1. Lieder die mit Dj Antoine angeschrieben sind, sind NICHT von ihm. Er kauft sie ein.
  2. Was er "produziert" ist kein House mehr, sondern eher Disco Dance. (Label Houseworks in DiscoDanceWorks umbenennen?)
  3. Das ist KEIN Dj. Ein Dj muss Übergänge zwischen den Tracks machen können um dem Partyvolk ein nie endendes Tanzspektakel zu bescheren. Einfach Platte 1 runterfahren, etwas brabbeln und Platte 2 hochfahren – nein, das kann kein Dj sein.

Allerdings, eine Sache muss man dem Antoine lassen: Von Vermarktung versteht er was.

Einfach so nen Tausender verdienen und nebenbei Publicity für seine Cd’s machen… nice one.

Trotzdem scheint sein Double mit RobyRob eine Kopie des Doubles Sir Colin und Bahar zu sein (auch Colin hat extrem nachgelassen in der letzten Zeit).

Die Kiddies sind zu dem "Spektakel" gestern richtig abgegangen (Mindestalter 18, wh00t?).

Nunja, immerhin kehrten wir nach diesem verkorksten Spektakel ins Q zurück, wo Tom Novy aufgelegt hat. Da passte der Sound und immerhin wurden auch Übergänge gemacht. Leider war das ganze Q abartig verraucht und heiss. Nach 15 Minuten waren meine Augen bereits blutrot und ich schwitzte aus allen Poren, was nicht gerade angenehm war.

Ahja, 70 Franken fürs Taxi mussten wir auch noch blechen. Wie bezahlen Taxifahrer sowas überhaupt? Die Verbrauchsanzeige vom Benz war bei über 20 Litern… uiuiui.

Hier noch ein Pic von Roger und mir (hätte eigtl. ein besseres Foto aber Fredi hatte seine Augen da nicht gerade sehr weit offen :-D).