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SBB gibt sich Zukunftssicher – WLAN auf EINER Strecke

Basel SBB
Vor einigen Tagen kam in verschiedenen schweizer Zeitungen die Meldung auf, dass die SBB nun auf der Strecke zwischen Bern und Zürich einen Wlan Internetzugang einrichten will. Das Ganze soll über die Mobilfunk-Datenübertragungstechnik HSDPA erfolgen und soll erstmal als Pilottest hinhalten. Um den gewählten Netzanbieter handelt es sich hierbei um die Swisscom (duh, schon klar, gehört ja ebenfalls dem Staat).

Schön und gut… aber warum wird sowas als grosse Innovation dargestellt?

Erstens handelt es sich da eh nur um

  • Erstklass-Wagen (gerade Mal 10-20% des Zuges besteht daraus)
  • Auf der Strecke Zürich-Bern
  • Ob weitere Wagen nach dem Pilottest damit ausgestattet werden, ist unklar

Aha, und sowas soll den normalen Pendlern helfen?

Und wirklich innovativ ist dieser Schritt sowieso nicht: Schon seit Jahren gibt es in anderen Ländern die Möglichkeit zum mobil auf’s Internet zuzugreifen. Ich nenne einfach Mal zB. die ICE Strecke zwischen Frankfurt am Main und München die drei Mal so lang ist wie die Strecke Zürich-Bern.

Ausserdem kann man HSDPA bisher eh vergessen. Als ich und Chris letztens im Zug mit einem mobilen 3G Modem versuchten ins Internet zu kommen, war da eher das langsamere EDGE die Regel. HSDPA gab es nur auf einzelnen, gut abgedeckten und dicht bewohnten Streckenabschnitten. Aber keinesfalls durchgehend. Und ja, unser Netzanbieter war ebenfalls die Swisscom.

Warum kein WiMAX?

Warum man hier nicht auch auf einen Ausbau des WiMAX Netzes in der Schweiz gesetzt hat, ist mir auch ziemlich unklar.

Eine WiMAX Abdeckung zwischen Bern und Zürich. Zuggäste würden sich über Wlan ins Internet einwählen können. Natürlich wäre dies mit dem Aufwand einer Einrichtung eines komplett neuen Netzes verbunden gewesen, aber WiMAX wird in der Zukunft meiner Meinung nach klar über UMTS&Co. triumphieren.

DAS wäre mal etwas innovatives gewesen.

Also bitte liebe SBB, kriegt mal euren Arsch hoch und bringt etwas neues auf den Markt.

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Kurioses News

Eurocity verliert 8 Waggons

Am späten Montag Nachmittag des 12.11.2007 kam es zu einem Zwischenfall auf der Intercity-Route Zürich – Chur.

Ein Eurocity der Schweizer Bundesbahnen riss im Zimmerbergtunnel wegen einer gebrochenen Kupplung auseinander. An der führenden Lok blieben noch 4 der insgesamt 12 Waggons hängen die nach einem Zwischenstopp weiter nach Chur brausten. Ziemlich lustig wie der Lokführer sowas nicht bemerkt hatte.

Die abgetrennten Loks wurden durch einen Extrazug ersetzt und kamen mit einer Stunde Verspätung in Chur an. Andere Zuglinien mussten wegen dem verstopften Tunnel umgeleitet werden.

Meine Meinung:

Recht lustige News.

Wäre die Strecke stärker ausgelastet gewesen, wäre diese Story bestimmt nicht so glimpflich ausgegangen. Das interessante dabei ist ja, dass sich die SBB zu der nach dem Zwischenfall herbeigeleiteten internen Untersuchung immer noch nicht vor die Presse gewagt hat. Ob da Schlamperei am Werke war?